Am Montag war es endlich soweit, es ging zu Amy Macdonald nach Dresden in die Messehalle. Die Tickets hatte ich bei Jump gewonnen, weil ich beim Liebesbeweis zum Valentinstag teilgenommen hatte und meinen Freund über das Radio meine Liebe gestand. Als es nach der Arbeit Richtung Dresden ging war bereits 16Uhr und ich war mächtig nervös. Ich hatte zwar schon mehrere Konzerte besucht war aber noch nicht bei Amy Macdonald und schon gar nicht in Dresden.
Da wir wussten das Amy erst 20Uhr auf der Bühne erscheinen wird haben wir schon ein paar Tage vor dem Konzert ein Hotel in Dresden gebucht. Das Hotel lag nur 20 Minuten von der Messehalle entfernt somit fuhren wir zuerst zum Hotel und checkten dort ein. Das Hotel war wirklich ein schönes Stadthotel von der Hotelgruppe Ramada. Das Zimmer war geräumig und frisch renoviert, der Teppich roch noch stark nach neu. Nach dem Zimmerbezug ging es schnell wieder ins Auto und ab zu Amy Macdonald. Das elektronische Parkleitsystem schilderte Amy schon bei Zeiten aus, es war also nicht schwer die Messehalle zu finden. Der Stau auf der Straße lies erahnen das ein Parkplatz vor der Messe Mangelware war, wir fanden aber mit meinen kleinen Flitzer eine tolle Parklücke und liefen die letzten Meter bis zur Messe. Endlich an der Abendkasse angekommen brauchte ich nur meinen Personalausweis vorzeigen, der junge Mann hinter dem Fenster konnte meinen Namen auf seiner Liste sofort finden und gab mir meine gewonnen Tickets durch das offenstehende Fenster. Cool dachte ich, so einfach. Nach einer kurzen Wartezeit standen wir dann endlich in der großen Messehalle, es gab leckere Snacks, Cocktails und andere Getränke an den einzelnen Ständen zu kaufen. Für echte Amy-Fans gab es natürlich auch einen Fan-Shop mit T-Shirts und anderen FAN-Sachen.
Gegen 19.45Uhr erlosch das Flutlicht und eine zu laute Vorband trommelte auf dem Schlagzeug den Staub von der Decke. Wie die Vorband hieß? Keine Ahnung, es wäre auch nicht nennenswert weil die Musik echt krass und schrecklich laut war. Nach einer halben Stunde Trommel und Geschrei war die Vorband wieder von der Bühne. Gott sei Dank dachten viele Amy-Fans doch von ihr fehlte noch jede Spur. Das Licht erlosch zum zweiten Male und wieder klang eine fremde Stimme durch die Halle. Wieder sang eine unbekannte Person mit einer langweiligen Stimme für mich grausame Lieder. Mit Gitarre und weiblicher Begleitung stand ein Mann auf der Bühne und präsentierte seine Lieder voller Elan. Wie der Sänger hieß? Wieder muss ich sagen, er hat sich nicht vorgestellt! Die Amy Fans tobten, aber nicht vor Freude. Nach zwei, drei Liedern dröhnten Pfiffe und Buh-Rufe durch die Messehalle. Mir wäre der Auftritt sehr peinlich gewesen, aber der unbekannte Sänger ließ sich nicht von der Bühne scheuchen und präsentierte seine Stimme weiter. Irgendwann war er am Ende seiner Gesangskünste und verabschiedete sich mit einem gebrochenen Dankeschön. Wieder war warten angesagt, doch die Hoffnung auf den baldigen Auftritt von Amy Macdonald ließ uns aufatmen.
Zum letzten Mal erlosch das Licht der Messehalle und Amy Macdonald mit Band stand auf der Bühne vor ca. 7000 Fans. In einem Pailletten-Top stand die 21-Jährige, neuerdings erblondete, Schottin mit der Gitarre auf der Bühne. Das Publikum strahlte mit dem LED-Vorhang um die Wette als Amy mit ihrer gewohnten kräftigen Stimme ihre Lieder zu ihren Besten gab. Als dann ihr bekannter Hit „This is the life“ angestimmt wurde bebte die ganze Messe Halle 1 und die Fans konnten einfach nicht mehr still stehen. Zwischen den Songs bedankte sich die kleine Sängerin mit der dünnen Sprechstimme für den enormen Applaus und gab Preis das es ihr größter Auftritt in ihrer jungen Karriere war. Nach einem zweistündigen Konzert waren alle Lieder gesungen und die junge Sängerin verschwand von der Bühne. Wow- war das ein Abend. Die Lieder schwirren mir noch jetzt durch die Ohren. Da wir nicht in der ersten Reihe standen waren wir einige der Ersten die an der Garderobe ihre Jacke holen wollten, doch die Jacken Rückgabe entwickelte sich zum Horror. Die Fans waren so genervt das sie unschuldige Menschen beiseite stießen und Kinder umrannten. In den Moment schob ich total Panik und versuchte den Messeausgang zu erahnen. Mit blauen Flecken und Luftmangel fanden wir endlich den Ausgang und liefen erschöpft zum Auto. Wieder entstand ein Stau, doch Gott sei Dank in der Gegenrichtung. Nach 20 Minuten Fahrt erreichten wir unser Hotel und ein angenehmer Abend neigte sich leider seinem Ende.
Der nächste Tag begann nach einem leckeren Frühstück, wir nahmen uns noch ein wenig Dresden vor und traten dann die Heimreise an. Zwei wunderschöne Tage vergingen und bleiben natürlich in unserer Erinnerung.